Kurz und einfach erklärt
Viele Firmen lassen Texte für ihre Website von KI vorschreiben. KI heißt künstliche Intelligenz. Das ist ein Programm, das Texte vorschlägt.
Google sagt: Es zählt, ob ein Text den Lesern hilft. Es zählt nicht, wer ihn geschrieben hat.
Viele gleiche Seiten ohne Nutzen können aber Spam sein. Spam heißt hier: Die Seiten sind nur für die Suche gemacht. Google geht gegen solche Seiten vor.
Prüfen Sie jeden Text, bevor er online geht. Stimmen die Zahlen? Stimmen Preise und Termine? Auch der Titel und die Texte zu den Bildern gehören dazu.
Schreiben Sie dazu, was nur Sie wissen. Zeigen Sie Fotos von eigenen Aufträgen. Erklären Sie, wie Sie arbeiten. Wir helfen Ihnen dabei.
Leistungstexte, Ratgeberbeiträge, Seitentitel und Meta-Beschreibungen entstehen in vielen Betrieben inzwischen mit KI-Hilfe. Danach kommt fast jedes Mal dieselbe Frage: Wertet Google solche Texte ab? Die Antwort steht in Googles eigenen Unterlagen, und sie ist nüchterner als viele Gerüchte. Maßgeblich ist nicht, ob ein Mensch oder ein Programm den ersten Entwurf geschrieben hat, sondern ob die Seite Besuchern einen Mehrwert bietet. Wer dagegen viele Seiten generiert, die niemandem weiterhelfen, kann gegen die Spamrichtlinie zu in großem Umfang generierten Inhalten verstoßen. Dieser Beitrag ordnet ein, was Google zu KI-Texten tatsächlich schreibt, wo die Grenze verläuft, an welchen Stellen KI im Redaktionsablauf sinnvoll hilft und wie ein Prüfablauf für Dienstleister-Websites aussieht, der Fakten, Zahlen und Metadaten abdeckt und eigene Erfahrung als den Teil behandelt, den kein Entwurf liefern kann.
Das Wichtigste in Kürze
- Google bewertet Inhalte nach Qualität, nicht nach Herkunft: KI-Nutzung bringt laut Google Search Central keine besonderen Vorteile, ein angemessener Einsatz verstößt aber auch nicht gegen die Richtlinien.
- Viele Seiten ohne Mehrwert können als Spam gelten, gleich ob Menschen oder KI sie erzeugen. Nach dem Update vom März 2024 meldete Google 45 Prozent (Google) weniger minderwertige, nicht originelle Inhalte in den Ergebnissen.
- KI hilft im Redaktionsablauf bei Gliederung, Rohfassung und Varianten: 35 Prozent (Destatis) der Unternehmen mit KI-Einsatz erzeugen damit natürliche Sprache. Preise, Fristen und Nachweise kommen aus den eigenen Unterlagen.
- Vor der Veröffentlichung jede Zahl und jede Rechtsangabe an der Quelle prüfen. Erfundene Qualifikationen, Mitgliedschaften oder Auszeichnungen können nach § 5 Abs. 2 Nr. 3 UWG irreführend sein.
- Google verlangt die Prüfung ausdrücklich auch für Metadaten: title-Elemente, Meta-Beschreibungen, strukturierte Daten und Alt-Texte können in den Suchergebnissen erscheinen und werden deshalb einzeln gelesen und validiert.
- Eigene Erfahrung ist der Unterschied: Abläufe, Projektfotos und Erkenntnisse aus eigenen Aufträgen ergänzen, Verfasser offen nennen und die Freigabe mit Name und Datum festhalten.
Was Google zu KI-Texten tatsächlich schreibt
Die Grundhaltung hat Google bereits im Februar 2023 (Google Search Central) in einem Beitrag zu KI-generierten Inhalten formuliert, und an ihr hat sich seither nichts Grundsätzliches geändert. Die Ranking-Systeme sollen Originalinhalte mit hoher Qualität belohnen, die sich durch Erfahrung, Sachkompetenz, Autorität und Vertrauenswürdigkeit auszeichnen, abgekürzt E-E-A-T. Wie ein Text produziert wurde, steht dabei nicht im Mittelpunkt. In den häufigen Fragen zu diesem Beitrag schreibt Google, dass die Nutzung von KI Inhalten keine besonderen Vorteile verschafft: Ist ein Text nützlich, hilfreich und originell, kann er gut abschneiden, ist er es nicht, geschieht das möglicherweise nicht. Umgekehrt verstößt eine angemessene Nutzung von KI oder Automatisierung nicht gegen die Richtlinien. Unzulässig ist der Einsatz, wenn der Hauptzweck darin besteht, das Ranking in den Suchergebnissen zu manipulieren.
Für Websitebetreiber gibt es inzwischen einen eigenen Leitfaden der Google Suche zur Verwendung von KI-generierten Inhalten auf der eigenen Website, den Google laufend pflegt. Er beginnt mit einer Einordnung, die man sich merken sollte: Generative KI kann besonders nützlich sein, wenn man zu einem Thema recherchiert und Originalinhalten Struktur geben möchte. Im nächsten Satz folgt die Grenze, und sie ist der Kern der ganzen Frage.
Die Verwendung von Tools mit generativer KI oder ähnlichen Tools, um viele Seiten zu generieren, ohne Nutzern einen Mehrwert zu bieten, kann jedoch gegen die Google-Spamrichtlinie zum Missbrauch mit in großem Umfang generierten Inhalten verstoßen.
Der Leitfaden verweist außerdem auf die Richtlinien für Suchqualitätsevaluatoren. Dort beschreiben die Abschnitte 4.6.5 und 4.6.6 (Google Search Central), wie Evaluatoren den Missbrauch mit massenhaft generierten Inhalten bewerten und wie Hauptinhalte, die mit wenig Aufwand, wenig Originalität und wenig Mehrwert erstellt wurden. Diese Evaluatoren ranken keine Seiten. Ihre Bewertungen haben laut Google keinen direkten Einfluss auf das Ranking, sondern dienen dazu, die Leistung der Suchsysteme zu messen. Wie groß dieser Messapparat ist, zeigt eine Angabe zu 2023: Google führte nach eigenen Angaben über 700.000 Experimente (Google) durch, aus denen mehr als 4.000 Verbesserungen (Google) an der Suche hervorgingen. Für einen Betrieb mit einer Website heißt das: Ein Kniff, der heute noch durchrutscht, ist kein verlässliches Fundament. Wie Inhalte in den KI-Antworten der Suche als Quelle auftauchen, ist ein eigenes Thema, das unser Beitrag zu AI Overviews und Sichtbarkeit behandelt.
Die Grenze: Masse ohne Mehrwert
Im März 2024 stellte Google drei neue Spamrichtlinien (Google Search Central) vor, darunter die Richtlinie gegen den Missbrauch mit massenhaft generierten Inhalten. Die Definition ist bewusst unabhängig vom Werkzeug: Gemeint sind viele Seiten, die in erster Linie erstellt werden, um das Suchranking zu manipulieren, und nicht, um Nutzern zu helfen. In der Regel geht es um große Mengen von Nicht-Originalinhalten, die wenig oder gar keinen Mehrwert bieten, unabhängig davon, ob ein Programm, ein Team von Textern oder beides sie erzeugt hat. Die ältere Richtlinie gegen automatisch generierte Inhalte wurde damit ausdrücklich erweitert: Inhalte in großem Umfang zur Manipulation des Rankings zu erstellen, ist missbräuchlich, gleich ob Automatisierung oder Menschen beteiligt sind.
Wie ernst Google das nimmt, zeigen die eigenen Angaben zu diesem Update. Zum Start rechnete Google damit, minderwertige, nicht originelle Inhalte in den Suchergebnissen zusammen mit früheren Maßnahmen um 40 Prozent (Google) zu verringern. Nach Abschluss der Einführung im April 2024 meldete das Unternehmen einen Rückgang um 45 Prozent (Google). Solche Werte lassen sich von außen nicht nachmessen, aber sie zeigen die Richtung: Seiten, die nur existieren, um eine weitere Suchanfrage abzudecken, verlieren an Boden. Die Spamrichtlinien nennen dazu Beispiele, die im Alltag kleiner Websites häufiger vorkommen, als man denkt.
- Tools mit generativer KI nutzen, um viele Seiten zu erzeugen, ohne Nutzern einen Mehrwert zu bieten
- Feeds, Suchergebnisse oder fremde Inhalte übernehmen und per Synonymtausch, Übersetzung oder anderer Verschleierung umformen
- Inhalte verschiedener Webseiten zusammenfügen, ohne eigenen Mehrwert hinzuzufügen
- Mehrere Websites anlegen, um zu verbergen, in welchem Umfang Inhalte erzeugt werden
- Viele Seiten mit Suchbegriffen füllen, deren Text für Leser wenig oder keinen Sinn ergibt
Typischer Fall bei Dienstleistern
Für die eigene Website ergibt sich daraus ein einfacher Test vor jeder neuen Seite: Würde ein Kunde sie vermissen, wenn es sie nicht gäbe? Beantwortet sie eine Frage, die auf den bestehenden Seiten noch offen ist? Lässt sich beides nicht bejahen, hilft auch ein besserer Prompt nicht weiter. Bereits vorhandene Seiten dieser Art gehören in einen Content-Audit, in dem sie zusammengelegt, überarbeitet oder entfernt werden. Auffällig sind dabei Gruppen von Seiten mit nahezu gleichem Text, Ratgeber ohne erkennbaren Verfasser und Metadaten, die auf vielen Seiten identisch sind.
Wo KI im Redaktionsablauf hilft
KI hält in deutschen Unternehmen rasch Einzug, auch beim Schreiben. Nach der IKT-Erhebung des Statistischen Bundesamts nutzten 2025 26 Prozent (Destatis) der Unternehmen ab zehn Beschäftigten Technologien der künstlichen Intelligenz. Von diesen Unternehmen setzten 35 Prozent (Destatis) KI zur Erzeugung natürlicher Sprache einschließlich Programmcode ein, in der Größenklasse mit 10 bis 49 Beschäftigten waren es 32 Prozent (Destatis). Bilder, Videos oder Ton ließen 52 Prozent (Destatis) der KI-nutzenden Unternehmen erzeugen. Eine repräsentative Befragung von 603 Unternehmen ab 20 Beschäftigten im Auftrag des Digitalverbands Bitkom kam im September 2026 auf 57 Prozent (Bitkom), die KI einsetzen. Unter den Einsatzbereichen folgt Marketing und Kommunikation mit 54 Prozent (Bitkom) direkt auf den Kundenkontakt. Die Werte der beiden Erhebungen unterscheiden sich, weil Grundgesamtheit und Erhebungsjahr verschieden sind, die Richtung ist dieselbe.
Wo hilft ein Sprachmodell im Alltag einer Dienstleister-Website tatsächlich? Google nennt die Recherche und das Strukturieren von Originalinhalten. In der Praxis kommen Aufgaben dazu, bei denen ein Entwurf Zeit spart, ohne dass er Fakten liefern muss: eine Gliederung für eine neue Leistungsseite, eine erste Rohfassung aus Stichpunkten, mehrere Varianten für einen Seitentitel, die Kürzung eines langen Absatzes oder eine Sammlung der Fragen, die Kunden zu einer Leistung typischerweise stellen. Überall dort ist das Ergebnis ein Ausgangspunkt, an dem jemand weiterarbeitet, der den Betrieb kennt. Ähnliches gilt für Anzeigentexte, die Google vor der Auslieferung zusätzlich prüft; wie Aktionsanzeigen vorbereitet werden, zeigt unser Beitrag Google Ads zur Black Week.
| Aufgabe | Wo der Entwurf hilft | Was ein Mensch prüft |
|---|---|---|
| Gliederung einer Leistungsseite | Reihenfolge der Fragen, Zwischenüberschriften | Passen Umfang und Ablauf zum tatsächlichen Angebot? |
| Rohfassung aus Stichpunkten | Satzbau, Lesbarkeit, Länge | Fakten, Fachbegriffe, Ton des Betriebs |
| Seitentitel und Meta-Beschreibung | Mehrere Varianten zur Auswahl | Eindeutig je Seite, ohne Keyword-Häufung, passend zum Inhalt |
| Alt-Texte für Bilder | Formulierungsvorschlag | Zeigt das Bild wirklich, was der Text sagt? |
| FAQ-Entwurf | Typische Kundenfragen sammeln | Antworten mit eigenen Regeln, Fristen und Preisen abgleichen |
| Zahlen und Rechtsangaben | Hinweis, wo eine Angabe fehlt | Jede Zahl mit Quelle, jede Norm am Gesetzestext |
Aufschlussreich ist eine weitere Zahl aus der Bitkom-Befragung: Unter den Unternehmen, die KI bereits einsetzen, beklagen nur 26 Prozent (Bitkom) eine schlechte Qualität der Ergebnisse. Das klingt beruhigend, ist für Website-Texte aber eher ein Warnsignal. Ein flüssig formulierter Absatz wirkt glaubwürdig, auch wenn eine Frist, ein Preis oder eine Zertifizierung darin nicht stimmt. Gerade weil die Entwürfe gut klingen, braucht es einen festen Prüfschritt, der nicht vom Eindruck abhängt, sondern von einer Liste.
Erster Prüfschritt: Fakten und Zahlen
Google begründet die Prüfpflicht technisch und ungewohnt deutlich. Generative Modelle rufen keine Fakten ab, sondern sagen auf Grundlage ihrer Trainingsdaten eine wahrscheinliche Wortfolge voraus. Deshalb können ihre Ausgaben Fehler enthalten, die auch als Halluzinationen bezeichnet werden. Der Leitfaden hält es deshalb für wichtig, alle KI-generierten Inhalte vor der Veröffentlichung manuell auf Richtigkeit und Vertrauenswürdigkeit zu prüfen. Für eine Dienstleister-Website lässt sich das in eine kurze, verbindliche Liste übersetzen, die vor jeder Freigabe abgearbeitet wird.
- Jede Zahl hat eine Quelle, die im Text genannt wird, und die Zahl steht an dieser Quelle heute noch so da.
- Preise, Laufzeiten und Fristen stammen aus den eigenen, aktuellen Unterlagen und nicht aus dem Entwurf.
- Rechtliche Aussagen sind am Gesetzestext geprüft, mit Paragraf und Absatz, und nicht nur plausibel formuliert.
- Qualifikationen, Zertifikate, Mitgliedschaften und Auszeichnungen stehen nur im Text, wenn ein Nachweis im Betrieb vorliegt.
- Namen von Mitarbeitenden, Orten und Projekten sind korrekt geschrieben und dürfen veröffentlicht werden.
- Jeder Link führt auf die gemeinte Seite und nicht auf eine Startseite oder eine Fehlerseite.
Der vierte Punkt ist mehr als Sorgfalt. Sprachmodelle ergänzen gern, was in einen Leistungstext zu passen scheint: einen Meisterbrief, eine Innungsmitgliedschaft, eine Zertifizierung, ein Gründungsjahr. Nach dem Wettbewerbsrecht handelt unlauter, wer eine irreführende geschäftliche Handlung vornimmt, die Verbraucher oder sonstige Marktteilnehmer zu einer Entscheidung veranlassen kann, die sie andernfalls nicht getroffen hätten (§ 5 Abs. 1 UWG). Ausdrücklich genannt sind unwahre oder zur Täuschung geeignete Angaben über die Befähigung, den Status, die Zulassung, Mitgliedschaften oder Auszeichnungen des Unternehmers (§ 5 Abs. 2 Nr. 3 UWG). Verantwortlich für den Text bleibt, wer ihn veröffentlicht, gleich welches Werkzeug den Satz vorgeschlagen hat. Dieser Abschnitt ordnet die Rechtslage für die Arbeit an der Website ein und ersetzt im Einzelfall keine rechtliche Beratung.
Praktisch bewährt sich eine einfache Regel: Alles, was ein Kunde später nachprüfen oder einfordern könnte, wird nicht aus dem Entwurf übernommen, sondern aus der Quelle eingesetzt. Dazu gehören Preise, Leistungsumfang, Reaktionszeiten, Gewährleistung und Termine. Der Entwurf darf die Stelle markieren, an der eine solche Angabe hingehört, die Angabe selbst kommt aus dem Angebot, dem Vertrag oder der Preisliste. Wie Leistungstexte aufgebaut sind, die Nutzen statt Merkmale zeigen, beschreibt unser Beitrag Website-Texte, die verkaufen.
Zweiter Prüfschritt: Titel, Beschreibung, Daten und Alt-Texte
Ein Satz im Leitfaden wird häufig überlesen, obwohl er für die tägliche Arbeit die meisten Folgen hat. Die Überprüfung gilt laut Google auch für Metadaten wie title-Elemente, Meta-Beschreibungen, strukturierte Daten und Alternativtexte für Bilder, weil sie in den Suchergebnissen erscheinen können. Gerade diese Felder werden oft in einem Durchgang generiert, für viele Seiten auf einmal, und danach von niemandem mehr gelesen. Die vier Felder haben jeweils eigene Regeln.
Titel
Jede Seite bekommt einen eigenen, aussagekräftigen Titel. Google rät von ungenauen Bezeichnungen wie „Startseite“, von Textbausteinen auf allen Seiten und von gehäuften Keywords ab.
Meta-Beschreibung
Sie fasst die Seite in einem kurzen, informativen Überblick zusammen. Beschreibungen aus langen Folgen von Suchbegriffen werden laut Google seltener als Snippet angezeigt.
Strukturierte Daten
Das Markup beschreibt nur, was Besucher auf der Seite sehen. Nicht sichtbare oder irreführende Angaben können zu einer manuellen Maßnahme führen.
Alt-Text
Er beschreibt, was auf dem Bild zu sehen ist, mit passenden Begriffen, aber ohne Keyword-Häufung, und dient zugleich Menschen, die Bilder nicht sehen können.
Beim Seitentitel lohnt die Sorgfalt besonders. Google erzeugt den Titellink im Suchergebnis selbst, greift dafür aber nach eigener Angabe von 2021 in mehr als 80 Prozent (Google Search Central 2021) der Fälle auf den Inhalt des title-Elements zurück. Ein generischer Titel aus einem Massenlauf ist damit sehr wahrscheinlich das Erste, was ein Suchender von der Seite sieht. Gute Titel nennen die Leistung und das, was sie unterscheidet, etwa Ort, Zielgruppe oder Besonderheit, und wiederholen nicht auf jeder Seite denselben Baustein.
Für Meta-Beschreibungen gilt: Google bildet Snippets in erster Linie aus dem Seiteninhalt und nutzt die Beschreibung dann, wenn sie die Seite genauer zusammenfasst als der Text selbst. Für große, datenbankbasierte Websites, auf denen Beschreibungen von Hand nicht realistisch sind, empfiehlt Google sogar, sie automatisch erzeugen zu lassen, und verlangt dafür menschenlesbare, vielfältige Texte. Eine Dienstleister-Website mit überschaubar vielen Seiten ist keine Datenbank: Hier ist eine von Hand geprüfte Beschreibung je Seite der Normalfall, und der Aufwand dafür bleibt klein.
Strukturierte Daten sind der Teil, in dem ein Fehler am wenigsten auffällt, weil ihn kein Besucher sieht. Google verlangt, dass das Markup den Hauptinhalt der Seite repräsentiert und nur Inhalte auszeichnet, die für Leser sichtbar sind. Ein KI-Entwurf, der Öffnungszeiten, Bewertungen oder Preise ins JSON-LD schreibt, die auf der Seite gar nicht stehen, riskiert eine manuelle Maßnahme. Die Folge ist, dass die Seite nicht mehr als Rich-Suchergebnis erscheinen kann; auf das Ranking in der Websuche wirkt sich eine solche Maßnahme laut Google nicht aus. Nach jeder Änderung gehört das Markup in einen Validator, wie es auch der KI-Leitfaden verlangt. Wie strukturierte Daten richtig eingesetzt werden, zeigt unser Beitrag zu Rich Results und Schema-Markup.
Beim Alt-Text hängen Suche und Barrierefreiheit eng zusammen. Google nennt ihn das wichtigste Attribut, um einem Bild Metadaten mitzugeben, und warnt davor, alt-Attribute mit Keywords zu überladen. Ein automatisch erzeugter Alt-Text beschreibt oft nur, was ein Bilderkennungsmodell vermutet. Ob auf dem Foto wirklich die eigene Werkstatt, das abgeschlossene Projekt oder ein Symbolbild zu sehen ist, weiß nur der Betrieb. Wer KI-generierte Bilder in einem Onlineshop einsetzt, sollte außerdem wissen: Für E-Commerce-Websites verlangt Google im Merchant Center, dass KI-generierte Bilder die IPTC-Metadaten DigitalSourceType TrainedAlgorithmicMedia tragen. Mehr zu Formaten, Dateigrößen und Bildbeschreibungen steht in unserem Beitrag Bilder für die Website optimieren.
Eigene Erfahrung als Unterschied
Google fasst die Qualitätsmerkmale unter E-E-A-T zusammen: Erfahrung, Sachkompetenz, Autorität und Vertrauenswürdigkeit. Von diesen Aspekten ist laut Google die Vertrauenswürdigkeit am wichtigsten, die anderen tragen zu ihr bei. E-E-A-T ist kein einzelner Rankingfaktor, sondern eine Mischung von Signalen. Für die Selbstprüfung empfiehlt Google Fragen wie diese: Sind die Inhalte klar als fundiertes Wissen aus erster Hand erkennbar, etwa weil jemand ein Produkt oder eine Leistung selbst genutzt oder einen Ort besucht hat? Enthält die Seite wesentliche neue Informationen, oder fasst sie nur zusammen, was andere bereits geschrieben haben? Und bietet sie einen deutlichen Mehrwert gegenüber anderen Seiten in den Suchergebnissen?
Genau hier liegt der Teil, den ein Sprachmodell nicht liefern kann. Es kennt keine Baustelle, keine Kundin und keinen Auftrag des eigenen Betriebs. Ein KI-Entwurf zur Leistung „Badsanierung“ beschreibt, was eine Badsanierung im Allgemeinen ist. Die Seite eines Sanitärbetriebs wird erst durch das hilfreich, was nur dieser Betrieb weiß: wie die Abstimmung mit den anderen Gewerken läuft, welche Fragen beim ersten Termin regelmäßig kommen, woran man ein gut geplantes Bad nach Jahren noch erkennt und welche Überraschungen in Altbauten der Region typisch sind.
Die Frage an jeden Entwurf
Quellen eigener Erfahrung liegen in fast jedem Betrieb ohnehin vor: die Fragen, die Kunden am Telefon oder per Mail stellen, die Abläufe vom ersten Kontakt bis zur Abnahme, Fotos aus eigenen Projekten mit Einverständnis der Kunden und die Gründe, aus denen der Betrieb bestimmte Aufträge ablehnt oder anders löst als üblich. Wer diese Punkte vor dem Schreiben in Stichworten sammelt und dem Entwurf mitgibt, bekommt einen besseren Ausgangstext und weiß hinterher genau, welche Absätze noch ergänzt werden müssen. Wie solche Seiten für eine Branche aufgebaut sind, zeigt unsere Übersicht zu Websites für Dienstleister.
Zur Erfahrung gehört auch, dass erkennbar ist, wer schreibt. Google empfiehlt Verfasserangaben dort, wo Leser sie erwarten, und warnt ausdrücklich vor erfundenen Urhebern: KI-generierte Porträtfotos, erfundene Namen oder falsche Referenzen, die Inhalte nach menschlichen Experten aussehen lassen sollen, wertet Google als Täuschung. Ein Ratgeberbeitrag mit Namen und Funktion der Person, die den Inhalt fachlich verantwortet, ist dagegen ein einfaches und ehrliches Vertrauenssignal.
Offenlegen: wie ein Text entstanden ist
Muss unter jedem Text stehen, dass KI beteiligt war? Für die Google Suche lautet die Antwort: nicht zwingend, aber dort, wo es Lesern hilft. Google rät, das „Wie“ eines Inhalts erkennbar zu machen, wenn sich jemand fragen könnte, wie er entstanden ist. Wer Inhalte automatisch erzeugt, sollte laut Leitfaden Informationen dazu ergänzen, und zwar so, dass sie für die eigene Zielgruppe sinnvoll sind, etwa mit Hintergrund zur Automatisierung oder mit Bildmetadaten. Eine Verfasserzeile, die die KI als Autor nennt, hält Google dagegen nicht unbedingt für den richtigen Weg, um Lesern die Beteiligung von KI mitzuteilen.
Für eine typische Dienstleister-Website ergibt sich daraus eine pragmatische Linie. Ein Leistungstext, den ein Mitarbeiter mit KI-Hilfe formuliert und fachlich verantwortet, braucht aus Sicht der Google Suche in der Regel keinen eigenen Hinweis. Inhalte, die weitgehend automatisch entstehen, etwa Zusammenfassungen, maschinell übersetzte Fassungen oder Antworten eines Chatbots, sind ein anderer Fall. Ob dort zusätzlich eine gesetzliche Kennzeichnungspflicht greift, ist eine eigene Rechtsfrage, die unser Beitrag zur Kennzeichnung von KI-Chatbots behandelt. Für das Ranking ist sie nicht der Maßstab.
Ein Prüfablauf für Dienstleister-Websites
Aus den Vorgaben lässt sich ein Ablauf bauen, der auch in kleinen Betrieben funktioniert. Er braucht keine Spezialsoftware, sondern klare Zuständigkeiten und eine feste Reihenfolge. Wichtig ist, dass jeder Schritt ein Ergebnis hat, das man sehen kann: eine Stichpunktliste, einen markierten Entwurf, eine abgehakte Prüfliste, eine Freigabe mit Namen.
- Briefing mit eigenen Fakten: Leistung, Zielgruppe, Ablauf, Einsatzgebiet und typische Kundenfragen in Stichworten festhalten, bevor ein Entwurf entsteht.
- KI-Entwurf: Gliederung und Rohfassung erzeugen lassen, ausdrücklich ohne erfundene Zahlen, Namen oder Nachweise; fehlende Angaben als Platzhalter markieren.
- Faktenprüfung: Jede Zahl, jede Frist und jede Rechtsangabe an der Quelle prüfen und die Quelle im Text nennen.
- Erfahrung ergänzen: Abläufe, Projektfotos und Erkenntnisse aus eigenen Aufträgen einfügen, generische Absätze kürzen oder streichen.
- Metadaten prüfen: title-Element, Meta-Beschreibung, strukturierte Daten und Alt-Texte einzeln lesen und das Markup validieren.
- Freigabe: Die fachlich verantwortliche Person liest den Text vollständig und hält Name und Datum der Freigabe fest.
- Wiedervorlage: Einen Termin setzen, an dem Preise, Fristen und Aussagen erneut geprüft werden.
Die Freigabe mit Name und Datum wirkt bürokratisch, hat aber einen praktischen Nutzen. Fragt Monate später eine Kundin nach einer Angabe, ist nachvollziehbar, wer sie geprüft hat und auf welchem Stand. Bei Websites, die mehrere Personen pflegen, verhindert die Freigabe außerdem, dass ein ungeprüfter Entwurf versehentlich online geht. Ob Google bereits eine manuelle Maßnahme gegen eine Website verhängt hat, zeigt der Bericht „Manuelle Maßnahmen“ in der Search Console; ein Blick dorthin gehört zu jeder Durchsicht des Bestands.
Wie neue Inhalte von Anfang an geplant werden, statt sie nachträglich aufzuräumen, beschreibt unser Beitrag zur Content-Marketing-Strategie für KMU, das Handwerk des Schreibens selbst der Beitrag SEO-Texte schreiben. Unser Content-Marketing verbindet beides: Wir planen Themen mit Ihnen, schreiben Leistungsseiten und Ratgeber, prüfen Zahlen, Titel und Beschreibungen und bauen Ihre Projekterfahrung so ein, dass sie für Besucher und für die Suchmaschinenoptimierung zählt.
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