Ein Betrieb mit drei Standorten hat auf seiner Website meistens eine Seite dafür: die Kontaktseite mit drei Adressen untereinander. Aus Sicht der Suche ist das eine Seite über drei Orte, und sie kann für keinen davon die deutlichste Antwort sein. Dabei ist das kein Randthema für Filialketten: In Deutschland gab es 2024 3,5 Millionen (Statistisches Bundesamt) Rechtliche Einheiten, und 84 Prozent (Statistisches Bundesamt) davon hatten weniger als zehn Beschäftigte. Standortseiten sind also die Frage des Handwerksbetriebs mit zwei Werkstätten und der Praxis mit einer Zweigstelle. 72 Prozent (Eurostat) der Menschen zwischen 16 und 74 Jahren in der EU haben im Netz nach Informationen über Waren und Dienstleistungen gesucht — für den zweiten Standort ist die eigene Seite oft der erste Kontakt überhaupt. Dieser Beitrag zeigt, wie die Hub-Struktur aufgebaut wird, was auf jede einzelne Standortseite gehört, wo die Grenze zur Doorway-Seite verläuft und welche Technik darunter liegen muss.
Das Wichtigste in Kürze
- Jeder Standort bekommt eine eigene Adresse auf der Website, keinen Absatz auf der Kontaktseite. Eine Hub-Seite bündelt die Standorte, verlinkt sie und macht die Struktur für Besucher wie für Crawler lesbar.
- Auf jede Standortseite gehört ein vollständiger NAP-Block aus Name, Anschrift und Rufnummer, dazu Öffnungszeiten, Anfahrt und ein Ansprechpartner vor Ort.
- Nur 3,97 Prozent (Web Almanac 2024) der mobilen Seiten zeichnen einen lokalen Betrieb strukturiert aus. Wer LocalBusiness je Standort sauber setzt, arbeitet in einem Feld, das die meisten leer lassen.
- Der Unterschied zwischen einer Standortseite und einer Doorway-Seite liegt im Inhalt: eigene Leistungen, eigene Ansprechpartner, eigene Bilder statt einer Ortsliste in Titel und Überschrift.
- Die Technik entscheidet über den Rest: canonical je Seite, hreflang bei Standorten in mehreren Ländern, eine Sitemap-Aufteilung spätestens bei 50.000 URLs (sitemaps.org) und eine interne Verlinkung, die jede Standortseite erreichbar hält.
Warum ein Standort eine eigene Seite braucht
Die Frage taucht in fast jedem Relaunch-Gespräch auf: Reicht nicht eine Kontaktseite mit drei Adressen? Aus Sicht der Besucher manchmal ja, aus Sicht der Suche selten. Eine Seite kann nur zu einem Thema die deutlichste Antwort sein. Stehen drei Orte darauf, konkurrieren sie um dieselbe Überschrift, denselben Titel und dieselbe interne Verlinkung. Der Titel ist dabei kein Nebendetail: 98,62 Prozent (Web Almanac 2025) der Desktop-Seiten haben überhaupt ein Titel-Element. Der Unterschied entsteht also nicht dadurch, dass es existiert, sondern dadurch, ob der Ortsname darin steht — und das kann eine gemeinsame Seite für höchstens einen der drei Orte leisten. Dasselbe gilt für die Meta-Beschreibung, die auf 67,7 Prozent (Web Almanac 2025) der Desktop-Seiten und 67,2 Prozent (Web Almanac 2025) der mobilen Seiten gesetzt ist: Sie ist Standard, aber ihr Text ist es nicht.
Dazu kommt die Struktur des Marktes. 84 Prozent (Statistisches Bundesamt) der Rechtlichen Einheiten in Deutschland sind Betriebe mit weniger als zehn Beschäftigten. Wer zwei oder drei Standorte betreibt, hat selten ein eigenes Team für Sichtbarkeit und braucht deshalb eine Struktur, die auch ohne wöchentliche Pflege trägt. Genau dafür ist die Trennung in Hub-Seite und Standortseiten gedacht: Sie legt einmal fest, wo welche Information steht, und macht die spätere Ergänzung eines vierten Standorts zur Routine statt zum Projekt. Wie diese Ordnung in die Navigation kommt, steht ausführlich in unserem Beitrag zur Struktur und Informationsarchitektur einer Website.
Dass eine Website überhaupt vorhanden ist, ist längst kein Unterscheidungsmerkmal mehr. In der EU hatten 79,01 Prozent (Eurostat) der Unternehmen ab zehn Beschäftigten eine eigene Website. Der Abstand innerhalb dieser Gruppe ist allerdings deutlich: Bei kleinen Unternehmen mit 10 bis 49 Beschäftigten waren es 76,66 Prozent (Eurostat), bei großen Unternehmen ab 250 Beschäftigten 95,65 Prozent (Eurostat). Für den kleineren Betrieb entscheidet deshalb nicht mehr das Ob, sondern die Frage, ob die vorhandene Seite jeden Standort einzeln auffindbar macht. Der Einstieg dazu steht auf unserer Seite zu Local SEO und lokaler Sichtbarkeit.
Standortseite und Kontaktseite sind zwei Dinge
Was auf jede Standortseite gehört
Der Kern jeder Standortseite ist der NAP-Block: Name, Anschrift, Rufnummer — an einer Stelle, in einer Schreibweise, auf jeder Fassung der Seite identisch. Klingt banal, ist es in der Praxis nicht: Sobald eine Adresse einmal mit „Str.“ und einmal mit „Straße“ auf der Website steht, sobald eine Zentralnummer die Standortnummer verdrängt, entsteht genau die Uneindeutigkeit, die eine Standortseite eigentlich auflösen soll. Dazu kommen die Öffnungszeiten des Ortes, die Anfahrt mit Auto und mit öffentlichen Verkehrsmitteln, die Parksituation und ein Ansprechpartner, der tatsächlich dort arbeitet.
Darüber hinaus braucht die Seite Inhalt, den nur dieser Ort hat. Das ist der Punkt, an dem die meisten Standortseiten scheitern: Sie kopieren den Leistungstext der Hauptseite und tauschen den Ortsnamen aus. 66,36 Prozent (Eurostat) der Unternehmen in der EU beschreiben auf ihrer Website Waren und Dienstleistungen — die Beschreibung als solche ist also Normalfall. Der Unterschied entsteht dort, wo diese Beschreibung standortspezifisch wird: welche Leistungen es hier gibt und welche nicht, welche Maschinen hier stehen, welches Team, welche Terminlage. Das ist die Arbeit, die keine Vorlage abnimmt, und sie ist der eigentliche Grund, warum eine Standortseite rankt oder nicht.
Die Seite wird überwiegend unterwegs geöffnet — fast 9 von 10 (Eurostat) Internetnutzende in der EU haben mobile Geräte genutzt, um sich mit dem Internet zu verbinden. Für die Standortseite heißt das ganz konkret: Rufnummer als Telefonlink, Adresse antippbar für die Navigations-App, Öffnungszeiten ohne Scrollen sichtbar, Anfahrtstext vor der Bildergalerie. Was am Schreibtisch als „weiter unten auf der Seite“ durchgeht, ist am Bordstein eine Sackgasse.
NAP-Block
Name, Anschrift und Rufnummer des Standorts in einer einzigen Schreibweise, sichtbar im Text und nicht nur in einer Grafik.
Öffnungszeiten
Reguläre Zeiten, abweichende Zeiten an Feiertagen und ein Hinweis, ob Termine nötig sind. Wer das pflegt, nimmt einen Teil der Rückfragen am Telefon vorweg.
Anfahrt und Parken
Beschreibung der Zufahrt, Parkmöglichkeiten, Haltestellen in Gehweite. Der Absatz kostet zehn Minuten und beantwortet eine der häufigsten Rückfragen am Telefon.
Team vor Ort
Wer arbeitet hier, wer ist Ansprechpartner, welche Sprachen werden gesprochen. Namen machen aus einer Adresse einen Ort.
Leistungen dieses Standorts
Was hier möglich ist und was an einem anderen Standort erledigt wird. Diese Abgrenzung verhindert Anfahrten, die niemandem helfen.
Eigene Bilder
Aufnahmen vom Gebäude, von der Zufahrt und vom Innenraum. Ein Stockfoto vom Bürostuhl beantwortet keine Frage, ein Foto der Einfahrt schon.
- Titel und Überschrift tragen den Ortsnamen an der Stelle, an der er gelesen wird — nicht als angehängter Zusatz.
- Die Meta-Beschreibung nennt Ort und Leistung, statt den Text der Hauptseite zu wiederholen.
- Der NAP-Block steht im HTML als Text, nicht als Bild und nicht ausschließlich im Fußbereich.
- Die Anfahrt beschreibt den Weg in Worten, damit sie ohne eingebettete Karte funktioniert.
- Jede Standortseite verlinkt zurück auf die Hub-Seite und quer auf die passenden Leistungsseiten.
- Die Bilder haben Alternativtexte, die den Ort benennen, statt „Bild1“ zu heißen.
Die Hub-Seite als Verteiler
Über den einzelnen Standortseiten steht eine Übersicht: die Hub-Seite, meist unter einer Adresse wie /standorte/. Sie hat drei Aufgaben. Erstens ist sie die Landeseite für alle Suchanfragen ohne Ortsbezug — wer nur den Firmennamen sucht, landet hier und wählt dann. Zweitens verteilt sie interne Verlinkung: Jede Standortseite ist von hier aus in einem Klick erreichbar, und die Hub-Seite selbst hängt in der Hauptnavigation. Drittens ist sie die Stelle, an der neue Standorte eingehängt werden, ohne dass die Navigation umgebaut werden muss.
Die Zahlen dazu sind unspektakulär und deswegen aussagekräftig: Auf der mittleren Desktop-Seite stehen 43 interne Links (Web Almanac 2025). Eine Standortseite, die nur über die Sitemap erreichbar ist, liegt also weit unter dem, was auf einer normalen Seite an Verlinkung ankommt. Ergänzend gehört eine Breadcrumb-Navigation dazu, die den Weg von der Startseite über die Hub-Seite bis zum Standort abbildet — 28 Prozent (Web Almanac 2025) der Desktop-Unterseiten tragen eine BreadcrumbList-Auszeichnung, was sie zu einem der verbreitetsten Strukturtypen überhaupt macht. Sie kostet wenig und macht die Hierarchie auch dort sichtbar, wo jemand direkt auf der Standortseite einsteigt.
Die Hub-Seite ist kein Linkverzeichnis
Strukturierte Daten je Standort
Eine Standortseite ohne Auszeichnung im Quelltext funktioniert, aber sie verschenkt die Möglichkeit, Adresse, Öffnungszeiten und Geokoordinaten maschinenlesbar mitzugeben. Wie groß dieses Feld ist, zeigt der Bestand: Rund 50 Prozent (Web Almanac 2025) der Startseiten enthalten überhaupt strukturierte Daten, aber nur 3,97 Prozent (Web Almanac 2024) der mobilen Seiten zeichnen einen lokalen Betrieb als LocalBusiness aus. Wer hier sauber arbeitet, bewegt sich in einem Bereich, in dem der Bestand dünn ist. Die Grundlagen der Auszeichnung haben wir im Beitrag zu Rich Results und strukturierten Daten beschrieben.
Für Standortseiten gilt eine Regel, die in der Praxis oft übersehen wird: Jede Seite bekommt ihren eigenen LocalBusiness-Eintrag mit eigener @id, eigener Adresse und eigenen Öffnungszeiten. Ein gemeinsamer Eintrag auf der Hub-Seite, der alle drei Standorte auflistet, verteilt die Information gerade nicht dorthin, wo sie gelesen wird. Für Betriebe mit Abteilungen an einem Ort sieht die Dokumentation eine eigene Konstruktion vor: Abteilungen mit abweichenden Zeiten oder Rufnummern werden über department abgebildet, nicht als eigenständige Standorte.
{
"@context": "https://schema.org",
"@type": "LocalBusiness",
"@id": "https://www.betrieb.example/standorte/hannover/#standort",
"name": "Beispielbetrieb — Standort Hannover",
"url": "https://www.betrieb.example/standorte/hannover/",
"address": {
"@type": "PostalAddress",
"streetAddress": "Beispielweg 12",
"postalCode": "30159",
"addressLocality": "Hannover",
"addressRegion": "Niedersachsen",
"addressCountry": "DE"
},
"geo": {
"@type": "GeoCoordinates",
"latitude": 52.37589,
"longitude": 9.73201
},
"priceRange": "$$",
"image": "https://www.betrieb.example/bilder/standort-hannover-1200x900.jpg",
"openingHoursSpecification": [
{
"@type": "OpeningHoursSpecification",
"dayOfWeek": ["Monday", "Tuesday", "Wednesday", "Thursday", "Friday"],
"opens": "08:00",
"closes": "18:00"
},
{
"@type": "OpeningHoursSpecification",
"dayOfWeek": "Saturday",
"opens": "09:00",
"closes": "13:00"
}
]
}Vier Details in diesem Block entscheiden darüber, ob die Auszeichnung sauber ist. Sie stehen so in der Dokumentation und sind schnell geprüft.
- Geokoordinaten mit mindestens 5 Dezimalstellen (Google Search Central). Vier Stellen sind je nach Breitengrad schon ein Versatz von mehreren Metern — bei einer Hofeinfahrt macht das den Unterschied.
-
priceRangeunter 100 Zeichen (Google Search Central). Das Feld ist für eine Spanne gedacht, nicht für eine Preisliste; längere Angaben gehören in den Seitentext. - Bilder mit mindestens 50.000 Pixeln (Google Search Central) aus Breite mal Höhe. Ein 200 mal 150 Pixel großes Vorschaubild aus dem alten Auftritt fällt darunter.
- Durchgehend geöffnet als
00:00bis23:59(Google Search Central) angeben. Wer eine 24-Stunden-Annahme betreibt, trägt genau diese Werte ein statt eines Freitextes.
Auszeichnung ersetzt keinen Inhalt
Wo die Grenze zur Doorway-Seite verläuft
Die Idee, für jeden Ort im Umkreis eine Seite anzulegen, liegt nahe und führt schnell in die falsche Richtung. Der Unterschied ist nicht die Zahl der Seiten, sondern ihr Inhalt. Eine Standortseite bildet einen Ort ab, an dem tatsächlich jemand arbeitet, mit eigener Adresse, eigenem Team und eigenen Zeiten. Eine Doorway-Seite bildet einen Ortsnamen ab, an dem nichts steht, und leitet den Besucher weiter. Die Suchmaschinen-Richtlinie benennt genau dieses Muster als unerwünscht: mehrere Domains oder Seiten, die auf bestimmte Regionen oder Städte ausgerichtet sind und Nutzer auf eine einzige Seite trichtern.
Mehrere Domainnamen oder Seiten, die auf bestimmte Regionen oder Städte ausgerichtet sind und Nutzer auf eine einzige Seite leiten.
Für Betriebe ohne festes Ladenlokal gibt es dafür einen eigenen, klar umrissenen Weg. Wer zum Kunden fährt, beschreibt sein Einzugsgebiet statt einzelner Ortsseiten. Die Dokumentation nennt dafür eine handfeste Obergrenze: Das Servicegebiet soll etwa 2 Stunden Fahrzeit (Google Business Profile-Hilfe) nicht überschreiten. Damit ist die Frage, ob ein Ort 40 Kilometer entfernt eine eigene Seite verdient, meistens beantwortet: Er bekommt einen Absatz im Einzugsgebiet, keine eigene Standortseite.
| Merkmal | Standortseite | Doorway-Seite |
|---|---|---|
| Adresse | Eigene Anschrift, an der gearbeitet wird | Ortsname ohne Anschrift oder Adresse der Zentrale |
| Inhalt | Leistungen, Team und Bilder dieses Ortes | Textbaustein mit ausgetauschtem Ortsnamen |
| Ziel | Der Besucher findet den Standort und die Zeiten | Der Besucher wird auf eine zentrale Seite geleitet |
| Zahl der Seiten | So viele, wie es Standorte gibt | So viele, wie es Ortsnamen im Umkreis gibt |
| Pflege | Zeiten und Team werden vor Ort gepflegt | Niemand pflegt sie, weil es nichts zu pflegen gibt |
| Auszeichnung | Eigener LocalBusiness-Eintrag je Seite | Kein eigener Eintrag möglich, da keine Adresse |
Technik: canonical, hreflang und Sitemap
Standortseiten ähneln sich zwangsläufig, und genau deshalb braucht jede von ihnen ein eigenes canonical auf sich selbst. Verbreitet ist das inzwischen: 68 Prozent (Web Almanac 2025) der Desktop-Seiten und 67 Prozent (Web Almanac 2025) der mobilen Seiten setzen ein canonical im HTML. Die interessantere Zahl steht daneben: Bei 2,71 Prozent (Web Almanac 2025) der Desktop-Websites und 3,02 Prozent (Web Almanac 2025) der mobilen Websites unterscheidet sich das gerenderte canonical vom ausgelieferten. Wenn ein Skript das canonical nachträglich setzt, kann eine Standortseite so still auf die Hub-Seite zeigen — und verschwindet damit aus der Suche, ohne dass jemand etwas geändert hat. Der Blick in den gerenderten Quelltext gehört deshalb in jede technische SEO-Checkliste.
Liegen Standorte in mehreren Ländern, kommt hreflang dazu. Das ist selten genug, um es zu erwähnen: 20,3 Prozent (Web Almanac 2025) der Desktop-Seiten enthalten überhaupt eine hreflang-Auszeichnung. Und der Bedarf ist real — 29,51 Prozent (Eurostat) der Unternehmen in der EU bieten Website-Inhalte in mindestens zwei Sprachen an. Für Standortseiten heißt das: Die deutsche und die englische Fassung eines Standorts verweisen wechselseitig aufeinander, nicht die deutschen Fassungen zweier verschiedener Standorte. Wie die Auszeichnung im Detail aussieht, steht im Beitrag zur mehrsprachigen Website mit hreflang.
Bleibt die Sitemap. Solange es drei Standorte sind, ist sie unauffällig; sobald ein Betrieb Standort-, Leistungs- und Kombinationsseiten führt, wächst sie schnell. Die Grenzen sind klar benannt: Eine einzelne Sitemap-Datei darf 50 MB oder 50.000 URLs (Google Search Central) nicht überschreiten, das Protokoll selbst nennt 50.000 URLs und 52.428.800 Byte (sitemaps.org) als Höchstwerte. Darüber wird in mehrere Dateien geteilt und ein Sitemap-Index davorgestellt. Praktisch sinnvoll ist eine eigene Sitemap-Datei für die Standortseiten, weil man dann in der Search Console sofort sieht, ob dieser Block indexiert ist oder nicht.
Profil, Einzugsgebiet und der Alltag danach
Die Website ist die eine Hälfte, das Unternehmensprofil die andere. Jeder Standort mit eigener Adresse bekommt ein eigenes Profil, und jedes Profil verweist auf die zugehörige Standortseite — nicht auf die Startseite. Diese Verknüpfung ist der Grund, warum sich der Aufwand für die einzelne Seite rechnet: Sie ist das Ziel, auf das der Eintrag zeigt, und der Grund, warum lokale Sichtbarkeit und Website nicht getrennt gedacht werden sollten. Wie ein Profil gepflegt wird, steht im Beitrag zum Unternehmensprofil in der lokalen Suche.
Ab einer gewissen Größe ändert sich der Weg. Die Dokumentation zieht die Linie bei 10 oder mehr Standorten (Google Business Profile-Hilfe): Ab dieser Zahl ist der Import über eine Tabelle vorgesehen statt der Pflege von Hand. Für die Website heißt das dasselbe wie für die Profile — wer bei zehn Standorten noch jede Seite einzeln von Hand pflegt, pflegt sie irgendwann nicht mehr. Die Struktur muss also von Anfang an so gebaut sein, dass Zeiten, Rufnummern und Adressen aus einer Quelle kommen.
Der Alltag danach ist unspektakulär und genau deshalb der Teil, der übersehen wird. Feiertagszeiten, ein Wechsel beim Ansprechpartner, eine neue Rufnummer, eine geänderte Zufahrt wegen einer Baustelle: Das sind kleine Änderungen, die auf drei Seiten gleichzeitig anfallen und an drei Stellen vergessen werden. Ein fester Termin zweimal im Jahr, an dem alle Standortseiten und alle Profile nebeneinander geprüft werden, ist die einfachste Antwort darauf. Wie man so einen Durchgang systematisch anlegt, beschreibt unser Beitrag zum Content-Audit alter Website-Inhalte; und wer beim Durchgang zugleich Preise oder Aktionen auf den Standortseiten anfasst, findet die rechtlichen Leitplanken im Beitrag zu Streichpreisen und der 30-Tage-Regel.
Wer diesen Durchgang nicht selbst fahren möchte, kann ihn abgeben — die laufende Pflege gehört bei uns zur Website-Betreuung, der Aufbau der Struktur zu den Leistungen rund um Webdesign. Welche Bausteine dabei zusammenkommen und was sie kosten, steht auf der Preisübersicht; die inhaltliche Seite dazu — Keywords, Struktur, Text — liegt bei Suchmaschinenoptimierung.
Der Aufwand liegt am Anfang, nicht in der Pflege
Quellen und Studien
department am Haupteintrag abgebildet.Verwandte Artikel
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