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Conversion & Marketing

Google Ads zur Black Week: Budget und Gebote vorbereiten

Black Week 2026 im Anzeigenkonto: Tagesbudget planen, Gebote per saisonaler Anpassung steuern, Aktionstexte mit Zeitraum und Rückbau nach dem Cyber Monday.

20 Min. Lesezeit Google AdsBlack WeekGeboteBudget

Kurz und einfach erklärt

Der Black Friday ist 2026 am 27. November. Der Cyber Monday ist am 30. November. An diesen Tagen kaufen viele Menschen im Netz ein.

Für Werbung bei Google braucht man dafür Zeit. Neue Anzeigen werden erst geprüft. Darum legen Sie die Anzeigen bis zum 20. November an.

Das Budget ist das Geld für die Werbung. Sie erhöhen es am Abend vor dem Start. Am 1. Dezember senken Sie es wieder.

Google kann die Gebote für ein paar Tage anpassen. Ein Gebot ist der Betrag, den Sie für einen Klick bieten. Nach der Aktion gehen die Gebote von selbst zurück.

Wir helfen Ihnen, die Werbung für die Aktion zu planen und danach aufzuräumen.

Der Black Friday fällt 2026 auf den 27. November, der Cyber Monday auf den 30. November. Dazwischen liegen vier Tage, an denen sich in vielen Anzeigenkonten mehr bewegt als im ganzen Oktober: Suchanfragen nach Angeboten nehmen zu, Mitbewerber erhöhen ihre Gebote, und die Conversion-Rate springt nach oben, um am 1. Dezember wieder zu fallen. Wer erst in der Aktionswoche den Budgetplan aufstellt, Gebotsstrategien umstellt und Aktionsanzeigen einreicht, arbeitet gegen die Mechanik von Google Ads. Budgets haben Tages- und Monatsgrenzen, automatische Gebotsstrategien brauchen nach Änderungen eine Lernphase, und neue Anzeigen müssen erst geprüft werden. Dieser Beitrag zeigt, wie Sie Budget, Gebote, Aktionstexte und Zielseite in den gut fünf Wochen bis zum 27. November vorbereiten, warum die saisonale Anpassung für genau diesen Zeitraum gebaut ist und wie das Konto nach dem Cyber Monday ohne Altlasten in das Weihnachtsgeschäft übergeht.

Das Wichtigste in Kürze

  • Saisonale Anpassungen eignen sich laut Google für kurze Zeiträume von 1 bis 7 Tagen (Google Ads-Hilfe). Die vier Tage vom 27. bis 30. November 2026 passen hinein, danach kehren die Gebote von selbst zurück.
  • Ein durchschnittliches Tagesbudget erlaubt bei den meisten Kampagnen an einem einzelnen Tag Ausgaben bis zum Doppelten (Google Ads-Hilfe). Eine Budgeterhöhung am 26. November verschiebt zugleich die Grenze für den restlichen Monat.
  • Nach einer Änderung der Gebotsstrategie können bis zu etwa 50 Conversion-Ereignisse oder 3 Conversion-Zyklen nötig sein (Google Ads-Hilfe). Strategiewechsel gehören deshalb in die erste Novemberhälfte, nicht in die Aktionswoche.
  • Aktionstexte nennen den echten Zeitraum; eine unwahre Kurzbefristung, die zur Sofortentscheidung drängen soll, ist gegenüber Verbrauchern unzulässig (Anhang Nr. 7 UWG). Anzeigen werden meist binnen eines Arbeitstags geprüft (Google Ads-Hilfe), also bis 20. November einreichen.
  • Am 1. Dezember wird zurückgebaut: Budget auf den Normalwert, Countdown-Titel und Angebots-Asset entfernen, Aktionsseite auf das Weihnachtsangebot umstellen und die Conversion-Rate der Aktionstage für das nächste Jahr festhalten.

Warum die Black Week im Oktober beginnt

Die Zahlen zeigen, warum sich die Vorbereitung lohnt. Der Handelsverband Deutschland rechnete für Black Friday und Cyber Monday 2025 mit einem Umsatz von 5,8 Milliarden Euro (HDE). Die Prognose bedeutete einen Rückgang um knapp zwei Prozent (HDE) gegenüber dem Vorjahr, den ersten seit Beginn der Datenerfassung. In der zugehörigen Umfrage unter mehr als 1.000 Online-Shoppern (HDE) wollten 48 Prozent (HDE) zum Black Friday auf Schnäppchenjagd gehen. Eine repräsentative Befragung unter 1.120 Internetnutzern ab 16 Jahren (Bitkom) kam auf 52 Prozent (Bitkom), die zu Black Friday und Cyber Week die reduzierten Preise nutzen wollten, die allermeisten davon online. Für ein Anzeigenkonto heißt das: Die Nachfrage ist vorhanden, aber sie ballt sich auf wenige Tage. Wer an diesen Tagen wegen eines ausgeschöpften Budgets oder einer noch ungeprüften Anzeige nicht ausgeliefert wird, verpasst genau die Suchanfragen, für die die Aktion gedacht war.

Gleichzeitig folgt Google Ads einer eigenen Zeitrechnung, die mit dem Kalender des Shops wenig zu tun hat. Neue oder geänderte Anzeigen werden meist innerhalb eines Arbeitstags (Google Ads-Hilfe) geprüft, umfassendere Prüfungen dauern länger. Automatische Gebotsstrategien brauchen nach jeder größeren Änderung Zeit, bis sie wieder kalibriert sind. Und ein Budget, das am Freitagmorgen erhöht wird, wirkt erst ab diesem Moment. Die Aktionswoche selbst ist deshalb die falsche Zeit für Umbauten. Was am 27. November laufen soll, steht spätestens in der Woche davor fertig im Konto, geprüft und pausiert, und wird zum Start nur noch eingeschaltet. Den Rahmen für das Weihnachtsgeschäft insgesamt, von Produktdaten über Versandfristen bis zur Lastspitze, beschreibt der Fahrplan zum Weihnachtsgeschäft im Onlineshop. Hier geht es um das Anzeigenkonto.

Die Termine 2026 auf einen Blick

Black Friday ist Freitag, der 27. November 2026, Cyber Monday Montag, der 30. November. Viele Händler fassen die Woche davor und die Tage dazwischen als Black Week zusammen. Für das Konto zählen drei weitere Daten: Der Anlass „Black Friday“ deckt in Angebots-Assets den Zeitraum vom 15. Oktober bis 15. Dezember (Google Ads-Hilfe) ab, Aktionsanzeigen sollten bis zum 20. November eingereicht sein, und am 1. Dezember beginnt der Rückbau.

Das Tagesbudget: was Google an einem Tag ausgeben darf

Die meisten Kampagnen laufen mit einem durchschnittlichen Tagesbudget. Der Name führt in die Irre, wenn man ihn als feste Tagesobergrenze liest. Google verteilt die Ausgaben über den Monat und setzt an Tagen mit höherer Wahrscheinlichkeit für Klicks und Conversions mehr ein. Die Grenze für tägliche Ausgaben entspricht bei den meisten Kampagnen dem Doppelten (Google Ads-Hilfe) des durchschnittlichen Tagesbudgets, die Grenze für einen Monat dem 30,4-Fachen (Google Ads-Hilfe). Die 30,4 sind die durchschnittliche Zahl der Tage je Monat, also 365 Tage geteilt durch 12 Monate (Google Ads-Hilfe). Als Rechenbeispiel: Eine Kampagne mit 50 Euro Tagesbudget darf an einem einzelnen starken Tag bis zu 100 Euro ausgeben, über den Monat werden ihr aber höchstens 1.520 Euro berechnet.

Für die Black Week hat das zwei Folgen. Erstens nutzt das System den Spielraum ohnehin: An einem nachfragestarken Black Friday darf eine Kampagne auch ohne Ihr Zutun über ihrem Durchschnitt liegen. Zweitens wirkt jede Budgetänderung auf die Monatsgrenze. Nach einer Änderung übersteigen die Ausgaben für den Rest des Monats nicht das neue Tagesbudget mal die verbleibenden Tage. Google rechnet das an einem Beispiel aus dem November vor: Eine Kampagne hat bis zum 24. November 103 Euro ausgegeben, nun wird das Tagesbudget für die restlichen 7 Tage auf 10 Euro erhöht. Für den November werden dann höchstens 173 Euro (Google Ads-Hilfe) berechnet, also 103 Euro plus 10 Euro mal 7 Tage.

Daraus folgt eine einfache Regel: Das Budget wird nicht Wochen vorher hochgesetzt, sondern am Vorabend des Aktionsstarts, also am 26. November, und am 1. Dezember zurückgenommen. Wer es schon Anfang November erhöht, verteilt die zusätzliche Summe womöglich auf Tage, an denen Kunden zwar vergleichen, aber auf den Freitag warten. Ob Ihre Kunden in der Woche davor eher abwarten oder schon kaufen, zeigt der Vergleich mit dem Vorjahr im eigenen Konto: Tagesansicht für November, dazu die Spalten Kosten, Conversions, Conversion-Rate und, im Shop, Conversion-Wert. Diese Tabelle ist die Grundlage für alles Weitere, vom Budgetplan bis zur Höhe der saisonalen Anpassung.

BudgetartWie sie rechnetPasst für
Durchschnittliches TagesbudgetBis zum Doppelten an einem Tag, bis zum 30,4-Fachen im Monat (Google Ads-Hilfe)Bestehende Kampagnen, die in der Aktionswoche weiterlaufen
Gesamtbudget der KampagneFester Betrag von Start- bis Enddatum, keine Tagesgrenze, Mindestzeitraum 3 Tage (Google Ads-Hilfe)Eigene Aktionskampagne vom 27. bis 30. November
Gemeinsames BudgetEin Betrag, den sich mehrere Kampagnen teilenMehrere kleine Kampagnen mit demselben Ziel

Gesamtbudget für eine eigene Aktionskampagne

Neben dem Tagesbudget bietet Google Ads ein Gesamtbudget der Kampagne an. Es ist für den Fall gedacht, in dem ein bestimmter Betrag über einen bestimmten Zeitraum ausgegeben werden soll. Die Ausgaben werden täglich so angepasst, dass das Gesamtbudget in den verbleibenden Tagen aufgebraucht wird. Eine Grenze für tägliche Ausgaben gibt es dabei nicht, berechnet wird höchstens das Gesamtbudget. Der Mindestzeitraum beträgt 3 Tage (Google Ads-Hilfe). Eine Aktionskampagne vom 27. bis 30. November mit vier Tagen erfüllt das, eine Kampagne nur für den Black Friday dagegen nicht.

Zwei Einschränkungen sind wichtig. Das Gesamtbudget gibt es nur für neue Kampagnen, eine bestehende Kampagne lässt sich nicht nachträglich umstellen (Google Ads-Hilfe). Und Google rät davon ab, Budget oder Enddatum einer laufenden Kampagne mit Gesamtbudget häufig zu ändern, weil das zu ungleichmäßigen Ausgaben führen kann. Eine Aktionskampagne mit Gesamtbudget wird also einmal sauber angelegt, mit festem Betrag, Startdatum 27. November und Enddatum 30. November, und dann laufen gelassen. Für die Lernphase ist ein Detail aus der Hilfe nützlich: Bei Kampagnen mit Gesamtbudget ist keine neue Lernphase erforderlich, wenn die Zielvorhaben auf Kontoebene eingestellt sind.

Wann lohnt sich die eigene Aktionskampagne gegenüber der bestehenden? Sie lohnt sich, wenn die Aktion ein eigenes Sortiment, eigene Suchbegriffe wie „Black Friday“ in Verbindung mit dem Produktnamen oder eine eigene Zielseite hat. Dann trennt sie Aktionskosten sauber vom Alltagsgeschäft, und die Auswertung nach dem Cyber Monday wird einfacher. Laufen dagegen dieselben Produkte zu Aktionspreisen über dieselben Suchbegriffe, ist die bestehende Kampagne mit erhöhtem Tagesbudget und saisonaler Anpassung oft der ruhigere Weg, weil sie ihre Conversion-Historie behält. Zwei Kampagnen auf dieselben Suchbegriffe und Produkte sollten Sie vermeiden; auch Google empfiehlt bei Gesamtbudgets, Überschneidungen zwischen Kampagnen zu meiden.

  • Vorjahreswerte je Tag vom 20. November bis 4. Dezember exportieren: Kosten, Klicks, Conversions und Conversion-Wert
  • Normales Tagesbudget je Kampagne notieren, damit der Rückbau am 1. Dezember eindeutig ist
  • Aktionsbudget je Tag festlegen und den Gesamtbetrag gegen das Monatsbudget für November halten
  • Entscheiden, welche Kampagnen erhöht werden und welche unverändert weiterlaufen
  • Bei einer eigenen Aktionskampagne: Gesamtbudget, Start- und Enddatum, kein zweites Budget auf dieselben Suchbegriffe
  • Termine im Kalender eintragen: Budgeterhöhung am 26. November, Rückbau am 1. Dezember

Gebote: saisonale Anpassung statt Dauereingriff

Wer mit einer automatischen Gebotsstrategie arbeitet, etwa Ziel-ROAS oder Ziel-CPA, gibt Google ein Ziel vor und lässt die Gebote je Auktion berechnen. Smart Bidding berücksichtigt saisonale Ereignisse nach Googles Angaben bereits selbst. Für Ausverkäufe und Werbeaktionen, bei denen Sie eine erhebliche Änderung der Conversion-Rate erwarten, gibt es zusätzlich die saisonale Anpassung. Sie teilt dem System vorab mit, dass die Conversion-Rate in einem bestimmten Zeitraum deutlich anders ausfallen wird, als die Daten der vergangenen Wochen nahelegen.

Google grenzt den Einsatz deutlich ein. Saisonale Anpassungen eignen sich für kurze Zeiträume von 1 bis 7 Tagen (Google Ads-Hilfe) und funktionieren bei längeren Zeiträumen von mehr als 14 Tagen (Google Ads-Hilfe) möglicherweise nicht so gut. Außerdem sind sie nur dann sinnvoll, wenn eine erhebliche Änderung der Conversion-Rate zu erwarten ist. Die vier Tage von Black Friday bis Cyber Monday liegen genau im empfohlenen Fenster. Eine Anpassung über die ganze Black Week vom 20. bis 30. November mit elf Tagen läge bereits außerhalb davon. Dort ist es sinnvoller, die Tage mit dem stärksten Sprung herauszugreifen und die übrigen dem System zu überlassen.

Verfügbar ist die Anpassung für Such-, Shopping-, Demand-Gen- und Displaykampagnen mit den Gebotsstrategien Ziel-ROAS und Ziel-CPA sowie für Performance-Max-Kampagnen mit allen Gebotsstrategien (Google Ads-Hilfe). Wer eine Suchkampagne mit „Klicks maximieren“ oder manuellem CPC führt, kann sie dort nicht nutzen und steuert in der Aktionswoche über Budget und Gebote direkt. In diesem Fall gehört die Gebotserhöhung als Termin in denselben Kalender wie die Budgeterhöhung, und die Rücknahme am 1. Dezember ebenfalls.

Eingerichtet wird die Anpassung unter Tools, Budgets und Gebote, Anpassungen, Reiter „Saisonal“. Sie geben Start und Ende, den Umfang, also alle Kampagnen eines Typs oder bestimmte Kampagnen, und die erwartete Änderung der Conversion-Rate in Prozent an. Google nennt als Beispiel einen dreitägigen Ausverkauf, für den eine Steigerung der Conversion-Rate um 50 Prozent (Google Ads-Hilfe) erwartet wird; dann wird eine Anpassung von bis zu 50 Prozent eingetragen. Der praktische Vorteil liegt am Ende der Aktion: Nach dem Ereignis werden die Gebote auf die vorab festgelegte Leistung zurückgesetzt, eine Gegenanpassung ist nicht nötig (Google Ads-Hilfe).

Woher die Prozentzahl kommt

Die Höhe der Anpassung ist keine Schätzung aus dem Bauch, sondern eine Rechnung aus dem eigenen Konto. Vergleichen Sie die Conversion-Rate der Kampagne an den Aktionstagen des Vorjahres mit dem Durchschnitt der zwei Wochen davor. Lag sie beim 1,6-Fachen, entspricht das einer Steigerung um 60 Prozent (Rechenbeispiel). Hat sich das Angebot seitdem geändert, etwa ein kleinerer Rabatt oder ein anderes Sortiment, setzen Sie den Wert vorsichtiger an. Fehlen Vorjahresdaten, ist der Verzicht auf eine Anpassung meist der sicherere Weg.

Warum Eingriffe kurz vor dem Start teuer werden

Automatische Gebotsstrategien zeigen nach einer Änderung den Status „Lernt“. Google nennt dafür mehrere Auslöser: eine neu erstellte oder wieder aktivierte Strategie, eine geänderte Einstellung der Strategie, etwa ein neues Ziel, und eine geänderte Zusammensetzung, wenn Kampagnen, Anzeigengruppen oder Keywords hinzukommen oder wegfallen. Bis die Strategie an das neue Ziel angepasst ist, können bis zu etwa 50 Conversion-Ereignisse oder 3 Conversion-Zyklen (Google Ads-Hilfe) nötig sein. Wie lange das dauert, hängt von der Zahl der Conversions ab und davon, wie viel Zeit zwischen Klick und Kauf vergeht.

Für ein Konto, das im Monat einige Dutzend Bestellungen über Anzeigen erzielt, bedeuten 50 Conversions (Google Ads-Hilfe) mehrere Wochen. Ein Strategiewechsel am 25. November fällt damit mitten in die Aktion, und die Strategie lernt genau in den Tagen, in denen sie am meisten Geld bewegt. Deshalb gilt für den Kalender: Neue Gebotsstrategien, geänderte Ziele und Umbauten der Kampagnenstruktur gehören in die erste Novemberhälfte. In der Aktionswoche bleiben Strategie und Ziele stehen, gesteuert wird über Budget und saisonale Anpassung.

Eine zweite Absicherung betrifft das Tracking. Fällt die Conversion-Messung in der Aktionswoche aus, etwa weil beim Umbau der Aktionsseite ein Tag verloren geht, lernt die Gebotsstrategie aus falschen Zahlen. Für diesen Fall gibt es Datenausschlüsse: Sie markieren den betroffenen Zeitraum, und Smart Bidding lässt die Daten daraus außen vor, während die Conversion-Berichte unverändert bleiben. Vom Nachtragen der Daten rät Google im Allgemeinen ab und lässt es zu Berichtszwecken erst nach einer Wartezeit von mindestens 5 Tagen (Google Ads-Hilfe) nach dem Ausschluss zu.

Bis 13. November

Gebotsstrategie und Ziele festlegen, Kampagnenstruktur abschließen, Tracking der Aktionsseite testen. Danach keine Umbauten mehr, die eine Lernphase auslösen.

26. bis 30. November

Budget am Vorabend erhöhen, saisonale Anpassung für die vier Aktionstage aktiv, Ziele unverändert. Täglich Ausgaben, Status und Conversions ansehen.

Ab 1. Dezember

Budget zurück auf den Normalwert. Die saisonale Anpassung endet von selbst, Countdown-Titel und Aktionstexte werden entfernt oder pausiert.

Aktionstexte mit Zeitraum, Countdown und Angebots-Asset

Eine Aktionsanzeige muss auf den ersten Blick sagen, was es gibt und bis wann. Responsive Suchanzeigen bieten dafür bis zu 15 Anzeigentitel und 4 Textzeilen (Google Ads-Hilfe), Anzeigentitel sind auf 30 Zeichen (Google Ads-Hilfe) begrenzt, Textzeilen auf 90 Zeichen (Google Ads-Hilfe). Für die Black Week lohnt es sich, den Zeitraum ausdrücklich zu nennen, etwa „Black Week: 27.–30. November“, statt nur „Jetzt im Angebot“. Das gibt Suchenden eine klare Information und fällt sofort auf, falls die Anzeige nach der Aktion versehentlich weiterläuft.

Ein Countdown macht den Zeitraum sichtbar. Er wird im Anzeigentext über eine geschweifte Klammer eingefügt und zählt erst in Tagen, dann in Stunden und Minuten bis zum gesetzten Ende herunter. Ohne eigene Angabe beginnt der Countdown 5 Tage (Google Ads-Hilfe) vor dem Enddatum. Bei einem Aktionsende am 30. November begänne er damit schon am 25. November, also vor dem Aktionsstart. Google zählt die Tage dabei als Mitternächte (Google Ads-Hilfe); mit dem Wert 3 im Feld „Countdown beginnt“ läuft der Countdown ab dem 27. November um 0 Uhr. Drei Details sind wichtig. Der Countdown erzeugt einen Code von bis zu acht Zeichen (Google Ads-Hilfe), der im Anzeigentitel Platz braucht. Responsive Suchanzeigen brauchen zusätzlich mindestens drei Anzeigentitel (Google Ads-Hilfe) ohne Countdown, alternativ einen Standardtext. Und nach dem Enddatum werden Anzeigen mit Countdown nicht mehr ausgeliefert, bis der Titel losgelöst oder geändert ist.

Das dritte Werkzeug ist das Angebots-Asset. Es erscheint unter der Anzeige, nennt den Anlass in Fettdruck und kann einen Rabatt als Betrag oder Prozentwert sowie Bedingungen wie einen Gutscheincode zeigen. Für die Anlässe „Black Friday“ und „Cyber Monday“ gibt Google den Zeitraum vom 15. Oktober bis 15. Dezember (Google Ads-Hilfe) vor; über die erweiterten Optionen lässt er sich auf die tatsächlichen Aktionstage eingrenzen. Das Asset selbst kostet nichts, berechnet werden die Klicks, und zwar höchstens zwei Klicks je Anzeigenimpression (Google Ads-Hilfe). Für die Planung wichtig: Angebots-Assets für einen Anlass müssen in den 6 Monaten (Google Ads-Hilfe) vor ihrem Startdatum erstellt oder bearbeitet worden sein. Ein unverändertes Asset aus dem Vorjahr wird deshalb nicht einfach wieder aktiv, sondern muss überarbeitet werden.

Befristung, Vorrat und Rabatt müssen stimmen

Was in der Anzeige steht, muss auf der Zielseite gelten. Die unwahre Angabe, ein Angebot sei nur für einen sehr begrenzten Zeitraum verfügbar, um zu einer sofortigen Entscheidung zu drängen, ist gegenüber Verbrauchern unzulässig (Anhang Nr. 7 UWG). Wer ein Produkt zu einem bestimmten Preis bewirbt und absehen kann, dass der Vorrat nicht für einen angemessenen Zeitraum reicht, muss darauf hinweisen; reicht die Bevorratung kürzer als zwei Tage (Anhang Nr. 5 UWG), muss der Händler die Angemessenheit nachweisen. Und wer Verbrauchern eine Preisermäßigung für eine Ware bekannt gibt, nennt den niedrigsten Gesamtpreis der letzten 30 Tage (§ 11 Abs. 1 PAngV) vor der Ermäßigung. Wie das auf der Produktseite aussieht, zeigt der Beitrag zu Streichpreisen und der 30-Tage-Regel. Dieser Hinweis ordnet die Rechtslage ein und ersetzt keine anwaltliche Prüfung.

Bleibt die Prüfung. Die meisten Anzeigen werden innerhalb eines Arbeitstags (Google Ads-Hilfe) geprüft, umfassendere Prüfungen können länger dauern. Wer eine Anzeige zu einem bestimmten Datum geprüft haben will, reicht sie nach Googles Hinweis einige Tage im Voraus ein. Praktisch heißt das: Aktionsanzeigen, Countdown-Titel und Angebots-Assets werden bis zum 20. November angelegt und pausiert eingereicht, denn pausierte Anzeigen werden genauso geprüft wie aktive. Für eine eigene Aktionskampagne genügt dann das Startdatum, Aktionsanzeigen in bestehenden Kampagnen lassen sich über eine automatisierte Regel zum gewünschten Zeitpunkt aktivieren. Wie ein Angebot im Text als Nutzen statt als Merkmal ankommt, zeigt der Beitrag zu Website-Texten, die verkaufen.

Eine feste Zielseite statt wechselnder Adressen

Die Anzeige verspricht, die Zielseite muss liefern. Für die Black Week heißt das: eine Aktionsseite, die genau die beworbenen Produkte zeigt, den Zeitraum nennt und dieselben Bedingungen enthält wie das Angebots-Asset. Sinnvoll ist eine feste Adresse wie /black-friday/, die jedes Jahr wiederverwendet wird, statt einer neuen Adresse mit Jahreszahl. Sie sammelt über die Jahre Verweise, und in den Anzeigen muss nur der Text aktualisiert werden, nicht die Ziel-URL. Außerhalb der Aktion zeigt die Seite einen Hinweis auf die nächste Aktion oder das laufende Sortiment statt einer Fehlerseite.

Die feste Adresse hat noch einen Vorteil: Jede Bearbeitung einer Anzeige startet die Prüfung von vorn (Google Ads-Hilfe). Wer die Ziel-URL nicht mitten in der Aktion ändern muss, etwa weil eine neue Jahresadresse erst spät live geht, vermeidet eine Prüfrunde in der Aktionswoche. Wie die Seite selbst aufgebaut sein sollte, damit aus dem Klick eine Bestellung wird, beschreibt der Beitrag zur Landingpage, die konvertiert. Für die Aktionswoche zählen vor allem drei Punkte: Die Seite lädt auch unter Last schnell, der Preis mit Referenzpreis steht direkt beim Produkt, und der Weg in den Warenkorb führt ohne Umweg über die Startseite. Unsere Conversion-Optimierung setzt genau an dieser Stelle an.

Vor dem Start gehört das Tracking auf den Prüfstand. Eine Testbestellung über die Aktionsseite zeigt, ob die Conversion im Konto ankommt und mit dem richtigen Wert. Wer Umsatzwerte überträgt, prüft, ob Rabatte und Gutscheine den übertragenen Wert korrekt mindern; sonst rechnet Ziel-ROAS mit zu hohen Werten und bietet in der Aktionswoche zu aggressiv. Welche Kennzahlen über die Aktion hinaus zählen, beschreibt der Beitrag Website-Erfolg messen.

Rückbau nach dem Cyber Monday

Die Aktion endet am 30. November um Mitternacht, und das Konto sollte am 1. Dezember nicht im Aktionsmodus weiterlaufen. Das größte Risiko sind Reste: ein erhöhtes Tagesbudget, das in den Dezember hineinläuft, Anzeigen mit „Black Week“ im Titel, ein Angebots-Asset mit dem Anlasszeitraum bis zum 15. Dezember oder eine Zielseite, die noch Aktionspreise verspricht, die der Shop nicht mehr gewährt. Letzteres ist nicht nur ärgerlich für Kunden, sondern auch wettbewerbsrechtlich heikel.

  1. Tagesbudgets auf die notierten Normalwerte zurücksetzen; Kampagnen mit Gesamtbudget enden von selbst
  2. Prüfen, ob die saisonale Anpassung wie geplant am 30. November endet; eine Gegenanpassung ist nicht nötig
  3. Aktionsanzeigen pausieren, Countdown-Titel loslösen oder durch Weihnachtstexte ersetzen
  4. Angebots-Assets mit dem Anlass Black Friday oder Cyber Monday entfernen oder auf die Aktionstage begrenzt lassen
  5. Aktionsseite auf das Weihnachtsangebot oder einen Hinweis auf die nächste Aktion umstellen
  6. Kosten, Conversions, Conversion-Rate und Conversion-Wert je Tag exportieren und mit dem Vorjahr vergleichen

Die Auswertung ist der eigentliche Gewinn für das nächste Jahr. Halten Sie fest, um welchen Faktor die Conversion-Rate an den Aktionstagen gegenüber den zwei Wochen davor gestiegen ist, wie viel Budget tatsächlich ausgegeben wurde und an welchem Tag das Budget begrenzt hat. Daraus ergeben sich der Prozentwert für die saisonale Anpassung im kommenden Jahr und der Budgetplan, mit dem Sie im Oktober beginnen. Für die Wochen danach lohnt der Blick auf die Rücksendungen aus der Aktionswoche; welche Hebel sie senken, beschreibt der Beitrag Retouren im Onlineshop reduzieren.

Fahrplan bis zum 27. November

WocheZeitraumAufgabe im Konto
KW 4319. bis 23. OktoberVorjahresdaten exportieren, Ziele und Budgetrahmen klären, Aktionssortiment festlegen
KW 44 und 4526. Oktober bis 6. NovemberKampagnenstruktur entscheiden: bestehende Kampagnen oder eigene Aktionskampagne mit Gesamtbudget
KW 469. bis 13. NovemberLetzte Änderungen an Gebotsstrategien und Zielen, Tracking der Aktionsseite testen
KW 4716. bis 20. NovemberAktionsanzeigen, Countdown und Angebots-Assets anlegen und pausiert prüfen lassen
KW 4823. bis 27. NovemberSaisonale Anpassung anlegen, Budget am 26. November erhöhen, am 27. November einschalten
KW 4930. November bis 4. DezemberCyber Monday, ab 1. Dezember Rückbau und Auswertung

Dieser Fahrplan passt auf ein kleines Konto mit wenigen Kampagnen genauso wie auf einen Shop mit mehreren Kampagnentypen. Der Aufwand steckt in den Daten aus dem Vorjahr und in der Disziplin, die Aktionswoche selbst nicht mehr umzubauen. Grundlagen zu Kampagnenstruktur, Budget und Conversion-Tracking stehen im Beitrag Google Ads für KMU, der den Einstieg ohne Saisonbezug beschreibt.

Unsere Google-Ads-Betreuung übernimmt diese Schritte mit Ihnen: Budget- und Gebotssteuerung, Conversion-Tracking, Aktionsanzeigen und den Rückbau nach der Aktion, abgestimmt mit der Aktionsseite im Onlineshop. Ist die Black Week Teil einer größeren Aktion aus Newsletter, Website und Anzeigen, bündelt unser Online-Marketing die Termine in einem gemeinsamen Plan.

Dieser Artikel basiert auf Daten aus: Google Ads-Hilfe (Artikel zu saisonalen Anpassungen, zum Erstellen saisonaler Anpassungen, zu durchschnittlichen Tagesbudgets, Auswirkungen von Budgetänderungen, Gesamtbudgets von Kampagnen, zur Dauer der Lernphase, zu Datenausschlüssen, responsiven Suchanzeigen, Countdowns in Anzeigen, Angebots-Assets und zur Anzeigenüberprüfung), Handelsverband Deutschland (HDE, Pressemitteilung vom 17. November 2025), Bitkom (Presseinformation vom 24. November 2025), Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (Anhang Nr. 5 und 7 UWG) und Preisangabenverordnung (§ 11 PAngV), jeweils in der Fassung auf gesetze-im-internet.de. Er ordnet die Rechtslage für die Arbeit im Anzeigenkonto ein und ersetzt im Einzelfall keine anwaltliche Prüfung.

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